4 Tipps bei brennenden Augen bei Allergie

Juckreiz, Ausschlag an den Augenlidern, brennende und gerötete Augen – die Symptome einer Allergie sind vielfältig. Häufig beeinträchtigen sie Betroffene in ihrem Alltag. Doch wie entstehen die Beschwerden überhaupt? Welche Anzeichen sprechen für eine Allergie? Und was kann man gegen sie tun? Dieser Artikel bietet Ihnen den Überblick.

Was versteht man unter allergischen Augen?

„Allergische Augen“ – dieser Begriff fällt oft, wenn es um allergiebedingt brennende und tränende Augen geht. Gerade in der Zeit, in der viele Pflanzen ihre Pollen verbreiten und „etwas in der Luft liegt“, werden die Symptome heftiger. Jucken und Brennen steht bei Allergikern an der Tagesordnung. Doch warum ist das so?

Allergische Augen entstehen deshalb, weil über die Schleimhäute der Augen, der Nase und des Rachens Allergene in den Körper gelangen. Dort reizen sie das Immunsystem und eine allergische Reaktion tritt auf.

Allergische Augen und ihre Ursachen

Nicht nur Pollen können dazu führen, dass Ihre Augen jucken und brennen. Vielmehr können brennende Augen das Zeichen verschiedener Faktoren sein:

  • Partikel aus der Umwelt: Diese können das Abwehrsystem des Körpers reizen – selbst wenn sie eigentlich ganz harmlos sind. Der Körper reagiert, indem sich die feinen Blutgefäße weiten und die Augen gerötet erscheinen. Gleichzeitig wird der entzündungsfördernde Botenstoff Histamin freigesetzt, der zu Juckreiz führt. Hieraus kann sich eine Bindehautentzündung bzw. eine allergische Konjunktivitis entwickeln. Unbehandelt kann außerdem allergisches Asthma entstehen.
  • saisonale Allergene: Gerade im Frühling und Sommer beginnen viele Pflanzen zu blühen und die Luft ist voller Pollen. Viele Menschen reagieren auf den Pollenflug allergisch. Manchmal reichen bereits wenige Pollenkörner aus, damit der Körper heftig darauf reagiert.
  • ganzjährige Allergene: Während Pollenallergiker früher oder später wieder zur Ruhe kommen, sind andere Allergene das ganze Jahr über aktiv. Tierhaare, Schimmelpilze, Hausstaubmilben und Hausstaub können Allergikern stark zusetzen. In dem Fall sind Juckreiz an den Augen, vermehrter Tränenfluss und Niesen ist die Folge.
  • Kosmetika und Make-up: Eine Allergie kann auch durch Produkte ausgelöst werden, die man bewusst im Augenbereich aufträgt. Meist zeigt sie sich durch einen Ausschlag an den betroffenen Stellen im Gesicht.

Wie genau Allergien entstehen, ist noch nicht gänzlich geklärt. Was jedoch klar ist: Das Immunsystem wird durch körperfremde Stoffe (Allergene) gestört und in Alarmbereitschaft gesetzt.

Typische Beschwerden: Brennende Augen bei Allergie

Die Reaktion auf Allergene wie Pollen kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Bei manchen jucken die Augen nur, bei anderen sind sie gerötet und geschwollen und wieder andere erleben regelrechte Niesanfälle und einen starken Tränenfluss. Auch eine geschwollene Bindehaut (Chemose), ein juckender Rachenraum, verengte Atemwege (Bronchien) oder ein verstopftes Nasenloch sind denkbar.

Solche Augenbeschwerden, die regelmäßig zu einer bestimmten Zeit im Jahr auftreten, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Pollenallergie zurückzuführen. Wenn Gräser und Bäume blühen und Sie deshalb brennende Augen bekommen, nennt sich das auch Heuschnupfen. Dieser Schnupfen wird also nicht durch virale Infektionen, sondern durch Allergene bedingt.

Allergie oder Konjunktivitis – was ist der Auslöser für brennende Augen?

Eine Pollenallergie ist eine saisonale Allergie, die nicht das ganze Jahr über Symptome verursacht. Dennoch ist es manchmal nicht einfach, sie von einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) zu unterscheiden. Diese Haut kleidet die Innenseite der Augenlider aus, weshalb eine Entzündung das ganze Auge betrifft.

Allgemein gilt: Wenn es sich um Symptome von Heuschnupfen handelt, sind beide Augen betroffen. Hinzu kommt ein Juckreiz. Bei Bindehautentzündungen oder einer Infektion mit Bakterien oder Viren kann auch einmal nur ein Auge betroffen sein. Außerdem ist es unüblich, dass dabei die Augen jucken.

Noch genauer finden Sie es heraus, indem Sie einen Allergietest machen. Inzwischen gibt es viele Selbsttests, die eine erste Richtung vorgeben. Allerdings ersetzen diese einen Besuch beim Arzt nicht, welcher die Ursache zuverlässig abklären kann.

Übrigens: Häufig liegt eine sogenannte Kreuzallergie vor. Da bedeutet, dass die Menschen, die gegen Pflanzenpollen allergisch sind, beim Verzehr bestimmter Lebensmittel ein Kratzen im Hals oder ein Kribbeln am Gaumen feststellen. Das liegt daran, dass das Immunsystem auf Eiweiße in Nahrungsmitteln reagiert, die ähnlich aufgebaut sind wie das Pollen-Allergen.

Was hilft bei brennenden Augen bei Allergie?

Um die Allergiesymptome zu vermeiden, ist es ratsam, sich den Allergenen gar nicht erst auszusetzen. Doch Allergiker haben es oft nicht leicht – sie kommen den Allergenen, auf die sie mit brennenden und juckenden Augen reagieren, häufig einfach nicht aus. Während der Pollensaison sind Allergene fast überall in der Luft verteilt. Und Tierhaare sowie Hausstaub begegnet Betroffenen ebenfalls regelmäßig.

Es braucht also Methoden, um die Allergiebeschwerden in den Griff zu bekommen. Schließlich können dauerhaft brennende und tränende Augen sowie eine laufende Nase eine große Belastung im Alltag darstellen.

1. Augentropfen gegen allergische Augen

Allergische Augen werden oftmals mit Augentropfen behandelt. Da es vor allem Histamin ist, das die Beschwerden verursacht, können Antihistaminika schnell zu einer Linderung beitragen. Sie verhindern, dass das Histamin an bestimmte Rezeptoren bindet, und unterdrückt damit die Reaktion des Körpers.

Antiallergische Augentropfen können auch Kortison oder sogenannten Cromoglicinsäure enthalten. Außerdem ist die befeuchtende Wirkung der Tropfen sehr wichtig. Dadurch können sie die Trockenheit der Augenoberfläche, die bei Allergien häufig entsteht, ausgleichen. Gleichzeitig sollen Augentropfen die Allergene aus den Augen auf gewisse Weise „ausspülen“.

2. Hausmittel gegen Allergie an den Augen

Gerade bei sehr unverhofften, akuten Beschwerden sind Hausmittel oft das Einzige, was Betroffenen zur Verfügung steht. Sie können es mit folgenden Methoden versuchen:

  • kalte Kompressen auf den Augen
  • gekühlte Gurkenscheiben auf den Augen
  • ausreichend feuchte Raumluft

Gerade dann, wenn auch die Bindehaut gereizt ist, sind erfrischende sowie kühlende Kompressen eine hervorragende Wahl.

3. Allgemeine Tipps für Allergiker

Folgende Tipps haben sich bei allergischen Augen besonders bewährt:

  • Während der Pollensaison sollte nur kurz gelüftet werden – am besten direkt am Morgen. So kommt möglichst wenig Blütenstaub in die Wohnung.
  • Beim Autofahren heißt es: Fenster schließen.
  • Mit einer Sonnenbrille im Freien schützen Sie Ihre Augen.
  • Trocknen Sie Ihre Wäsche – insbesondere Bettwäsche – nicht im Freien, da sich sonst Pollen festsetzen können.
  • Vor dem Zubettgehen sollten Sie Ihre Haare waschen und Kleidung, die Sie draußen getragen haben, außerhalb des Schlafzimmers ablegen.

4. Allergische Augen bei Kindern behandeln

Bei Kindern sind die Symptome einer Allergie ähnlich wie bei Erwachsenen. Sie blinzeln oft, die Augen tränen und jucken und Schwellungen sowie Ausschläge machen sich bemerkbar. Generell besteht auch ein Fremdkörpergefühl im Auge.

Kinder neigen dazu, sich ständig die Augen zu reiben. Das verschlimmert die Symptome jedoch nur noch mehr. Daher ist es möglich, dass ein Arztbesuch nötig wird. Dort kann abgeklärt werden, welche Form der Therapie am besten geeignet ist. Schließlich sind nicht alle Substanzen auch für Kinder geeignet. Bei starken Beschwerden kann auch eine Hyposensibilisierung sinnvoll sein.

Wenn Sie bereits beim Arzt sind, sollten Sie abklären, ob nicht doch etwa eine Erkrankung hinter den geröteten Augen steckt. Virale oder bakterielle Entzündungen sehen auf den ersten Blick vielleicht gleich aus, sind jedoch ansteckend und bedürfen einer besonderen Behandlung. Besteht der Verdacht auf eine Bindehautentzündung, ist zunächst der Kontakt mit anderen Kindern zu meiden.

Fazit

Brennende Augen können verschiedene Ursachen haben. Meist liegt eine Allergie zugrunde – zum Beispiel gegen Pollen, Staub oder Tierhaare. Je nach Auslöser erfahren Betroffene durch andere Methoden und Mittel Linderung. Wichtig ist, herauszufinden, woher die Symptome kommen. So können Sie gezielt dagegen vorgehen und Ihren Körper optimal unterstützen.