PRK LASEK

Bei Patienten mit dünner Hornhaut

Das PRK (Photorefaktive Keratektomie) Augenlaserverfahren und ihre Weiterentwicklung die LASEK (Laser Epitheliale Keratomileusis) ist ideal für Menschen mit geringer Hornhautdicke geeignet, für die die klassische Verfahren des Augenlaserns (wie z.B. Femto-Lasik) nicht infrage kommen.

Es handelt sich dabei um eine besondere Operationsmethode, bei der die oberste Deckschicht der Hornhaut (Epithel) aufgerollt und im Anschluss wieder zurückgeschoben wird. Ein großflächiger Einschnitt in die Hornhaut (und damit die Erstellung eines Hornhaut-Flaps) wie bei der LASIK-Methode ist demnach nicht notwendig.

Methode Lasern ohne Hornhautflap mit dem PRK/LASEK Verfahren
Anwendung Kurzsichtigkeit (bis -8 dpt.), Weitsichtigkeit (bis +4 dpt.), Stabsichtigkeit (bis 5 dpt.)
Ablauf Ablösen und Entfernen der oberflächlichen Zellschicht der Hornhaut, genannt Epithel. Abtragung des Hornhautgewebes mit dem Excimer-Laser
OP-Dauer ca. 15-20 Minuten für beide Augen
Kosten 1190 Euro für beide Augen
PRK LASEK Augenlasern
Bei der PRK/LASEK Methode wird auf die Erstellung eines Hornhaut-Flaps verzichtet.

Unterschied des LASEK-Verfahrens zur PRK-Methode

Das LASEK-Verfahren ist eine Weiterentwicklung des PRK-Verfahrens, das bereits seit den 80er Jahren praktiziert wird, und weist entscheidende Unterschiede dazu auf.

Beim PRK-Lasern wird die Brechkraft der Hornhaut behandelt, um die Sehschärfe entsprechend einzustellen. Bei der veralteten Methode wird das Epithel allerdings nicht – wie beim neuen LASEK-Verfahren abgelöst und zur Seite geschoben, sondern vollständig entfernt. Die Weiterentwicklung des PRK LASEK-Verfahrens ist also deutlich schonender und risikoärmer.

PRK Methode
Bei der PRK-Methode wird das Epithel mit einem Spatel (Mini-Hobel) gelöst.
LASEK-Methode
Bei der LASEK-Methode wird das Epithel mit einer Alkohollösung gelöst.

Die Vorteile: Warum Augenlasern mit dem PRK LASEK-Verfahren?

Der größte Vorteil liegt darin, dass ein Hornhautschnitt vermieden wird. Das ist einerseits schonender für die Hornhaut und andererseits können auch schnittbedingte Komplikationen vermieden werden.

Bei anderen Verfahren muss das Auge angesaugt werden, um einen sauberen Schnitt zu setzen. Dabei wird die Blutversorgung für eine Zeit lang unterbrochen, was wiederum Risiken birgt. Auch dies wird bei dem PRK/LASEK-Verfahren vermieden.

Insgesamt gilt das gesamte Verfahren als sehr komplikationsarm.

Hat das PRK/LASEK-Verfahren auch Nachteile?

Der behandelnde Arzt wird Sie im Vorfeld über die Vorteile, aber auch die Risiken aufklären. Diese Methode des Augenlaserns hat viele Vorzüge, denen nur geringe Nachteile gegenüberstehen.

In den ersten 1-3 Tagen nach dem Eingriff ist mit stärkeren Wundschmerzen zu rechnen, da das Epithel sich in dieser Zeit neu zurückbilden muss. Aufgrund dieser Schmerzen und der gleichzeitig einhergehenden Sehschwankungen gilt der Patient für ca. 1 Woche als arbeitsunfähig. Auch Tätigkeiten wie Autofahren sind unmittelbar nach dem Eingriff nicht möglich.

Das Wiedererlangen der Sehschärfe dauert beim PRK/LASEK Augenlasern außerdem etwas länger als bei anderen Methoden.

Die Anwendung: Welche Patienten profitieren von der Methode?

Für die meisten Laserverfahren ist eine Mindestdicke der Hornhaut zwingende Voraussetzung.
Kann diese nicht erreicht werden, dann kommt der Patient für viele Laser-Verfahren (wie die LASIK) nicht infrage.

Genau an dieser Stelle hilft das PRK/LASEK-Verfahren weiter. Es ist speziell für Menschen mit einer geringen Hornhautdicke entwickelt worden, allerdings darf die Fehlsichtigkeit nicht zu stark ausgeprägt sein.

PRK/LASEK ist ideal dann, wenn Sie beispielsweise Sport zukünftig ohne Brille treiben oder im Alltag ganz auf Ihre Sehhilfe verzichten wollen. Sehr häufig wird es von Extremsportlern genutzt, die ohne Brille oder Kontaktlinsen ihren Sport betreiben wollen.

Voraussetzungen des Patienten

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Mindestdicke der Hornhaut
  • Niedriger Grad der Fehlsichtigkeit
  • Keine akuten Augenerkrankungen

Ausgeschlossen ist eine Behandlung dann, wenn die Patienten noch nicht volljährig sind oder eine Schwangerschaft vorliegt. Auch während der Stillzeit wird das Augenlasern aufgrund der hormonellen Veränderungen nicht durchgeführt.

Bis zu welcher Fehlsichtigkeit kann das PRK/LASEK-Verfahren angewendet werden?

Die Methode eignet sich sowohl bei einer geringen Kursichtigkeit als auch bei einer Weitsichtigkeit. Auch ein Astigmatismus kann mithilfe des PRK LASEK-Verfahrens behoben werden.

Kurzsichtigkeit: bis ca. -6 dpt

Weitsichtigkeit: bis ca. +3 dpt

Astigmatimus: bis ca. 3 dpt

Der Ablauf: So wird das PRK LASEK Augenlasern durchgeführt

Der Eingriff erfolgt sehr schonend. Wie bereits erwähnt, muss kein Schnitt in die Hornhaut gesetzt werden, was Komplikationen vermeidet und Risiken senkt.

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Im Folgenden skizzieren wir Ihnen den Ablauf des PRK LASEK-Verfahrens im Einzelnen.

Schritt 1: Die Vorbereitung

Zu Beginn des Eingriffs legt sich der Patient auf eine Liege. Sein Gesicht wird gereinigt und mit einer Kunststoff-Folie bedeckt, damit die Behandlungsumgebung steril bleibt. Im Anschluss werden die Augen betäubt und ein Lidspanner zur Hilfe genommen, um die Augen während des Eingriffs offen zu halten.

Schritt 2: Öffnung des Hornhautepithels

Auf den Einschnitt der Hornhaut mit einem Laser oder einem Messer wird beim PRK LASEK Augenlasern bewusst verzichtet. Zunächst wird eine alkoholhaltige Lösung auf das Auge gegeben, die für eine gewisse Zeit einwirken muss. Danach kann der Chirurg das Epithel, die oberste Zellschicht der Hornhaut, leicht ablösen und mit einem feinen Werkzeug zur Seite schieben.

Schritt 3: Modellierung der Hornhaut (Excimerlaser)

Genau wie bei den anderen Lasik-Verfahren kommt es bei der Lasek jetzt zum eigentlichen “Augenlasern”. Der Arzt justiert den Excimerlaser anhand der Daten des Patienten und gleicht die Fehlsichtigkeit durch Gewebeabtrag auf der Hornhaut aus. Je nach Art des Sehfehlers (Astigmatimus, Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit) wird die Hornhaut unterschiedlich modelliert.

Schritt 4: Zurückschieben des Epithels

Sobald die Laserbehandlung beendet ist, wird das Epithel wieder zurückgeschoben. Der Arzt benutzt dazu ein Präzisionsinstrument, um diese empfindliche Zellschicht nicht zu beschädigen. Nachdem also die oberste Deckschicht der Hornhaut wieder aufliegt, fügt sie sich schnell wieder in die Hornhautstrukturen ein und dient dem Auge als natürliches Wundpflaster.

Schritt 5: Aufsetzen einer therapeutischen Kontaktlinse

Die obere Zellschicht der Augen, das Epithel, wird nach dem Augenlasern wieder zurückgeschoben und dient dem Auge als Wundverband. Zusätzlich wird eine Art Schutzkontaktlinse in das Auge gelegt. Diese therapeutische Kontaktlinse muss für einige Tage getragen werden.

Häufige Fragen & Antworten

Kann es zu Komplikationen während der OP kommen?
Die operativen Risiken sind bei dem PRK-LASEK Verfahren äußerst gering. Wenn der Eingriff in einer erfahrenen Klinik durchgeführt wird, in der alle Qualitätsstandards eingehalten werden und moderne Technologie zum Einsatz kommt, können Komplikationen nahezu ausgeschlossen werden. Zu den seltenen möglichen Komplikationen gehören Infektionen der Augen, ein mangelndes Korrekturergebnis sowie eine Vorwölbung der Hornhaut, der sogenannten Keratektasie.

Ist das PRK LASEK-Verfahren schmerzhaft?
Es kann bei diesem Verfahren zu postoperativen Schmerzen kommen, die etwas länger anhalten als bei anderen Augenlaser-Methoden. Dies hängt mit der etwas längeren Heilungsdauer zusammen. Die Schmerzen sind mit üblichen Schmerzmitteln aber sehr gut in den Griff zu bekommen. Das Lasern selbst findet unter einer lokalen Betäubung der Augen statt und verursacht keinerlei Schmerzen.

Kann ich durch das Augenlasern blind werden?
Nein, ein Erblinden durch eine Augenlaserbehandlung ist ausgeschlossen. Der Laserstrahl arbeitet nur in der obersten Schicht des Auges und kann nicht tiefer ins Auge eindringen. Vor der Operation wird das Auge außerdem exakt vermessen und der maximale Abtrag eingegeben. Eine Verletzung der tieferen Schichten mit Augenlinse und Netzhaut ist dadurch ausgeschlossen.

Die Heilungsdauer: So lange brauchen die Augen für die Regeneration
Der Heilungsprozess beim PRK LASEK-Augenlasern ist gegenüber anderen Augenlaser-Verfahren deutlich verlangsamt. Die Patienten müssen sich an wichtigen Verhaltensregeln orientieren, um den Heilungsverlauf nicht zu stören. Unter keinen Umständen dürfen die Augen gerieben werden. Auch Sport und Saunagänge müssen in den ersten 2 bis 4 Wochen zwingend vermieden werden.

Wann kann ich nach dem PRK Lasern wieder scharf sehen?
Es dauert nach dem Eingriff einige Tage, bis Sie wieder scharf sehen können. Bei einigen Patienten dauert es sogar wenige Wochen, bis Sie ihre volle Sehschärfe wiedererlangt haben. Sie sollten also etwas Geduld mitbringen, bis sich das endgültige Ergebnis der Laserbehandlung eingestellt hat. Sie können die Heilung unterstützen, in dem Sie sich genau an die Verhaltensvorgaben von Ihrem Arzt halten und den Tropfplan einhalten.

Die Kosten: Was kostet eine PRK LASEK Augenbehandlung
Die Behandlungskosten für das PRK Augenlasern liegen im Durchschnitt etwas unter den Kosten für die klassische LASEK Laserbehandlung. Die konkreten Behandlungskosten hängen immer vom Leistungsumfang der Behandlung und auch der Augenklinik ab. Holen Sie sich am besten gleich ein individuelles Angebot für die Augenlaserbehandlung ein.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine PRK Laserbehandlung?
Leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Laserbehandlung bislang nicht. Allerdings lohnt es sich für Privatpatienten, vorher bei den Kassen nachzufragen, ob eine Kostenübernahme angeboten wird. Immer mehr private Krankenkassen nehmen das Augenlasern mit in ihren Leistungskatalog auf.

Deutlich geringere Behandlungskosten beim Augenlasern in der Türkei

Sie können einen Großteil der Kosten sparen, wenn Sie das PRK LASEK-Verfahren in der Türkei durchführen lassen. Leider übernehmen die meisten Krankenkassen bislang nicht die Kosten für eine Laserbehandlung oder wenn, dann nur anteilig. Umso mehr lohnt es sich, nach guten Angeboten für eine professionelle Laserbehandlung Ausschau zu halten. In der Türkei gibt es Augenkliniken, die sich auf Laserbehandlungen spezialisiert haben. Sie arbeiten nach denselben medizinischen Qualitätsstandards, können aber durch die geringen Lebenshaltungs- und Lohnkosten vor Ort erheblich Geld sparen.

Fazit: Augen mit dünner Hornhaut per PRK LASEK-Verfahren lasern

Das PRK LASEK-Verfahren kann jetzt auch den Patienten helfen, die aufgrund einer zu dünnen Hornhaut vorher nicht für das Augenlasern infrage kamen. Dank der schonenden OP-Methode sind Risiken und Komplikationen selten. Auch die Kosten halten sich in Grenzen, wenn Sie Angebote vergleichen und sich für eine Augenklinik in der Türkei entscheiden.

Das PRK LASEK-Augenlasern ist für alle Patienten geeignet, die unter einer leichten bis mäßigen Fehlsichtigkeit leiden und wieder ohne Sehhilfe ihren Alltag gestalten wollen. Auch Sportler und Extremsportler profitieren von der Methode.