Seit inzwischen über 20 Jahren wird die Lasik-OP (Laser-in-situ-Keratomileusis) zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit erfolgreich angewendet. Mit rund 32 Millionen Operationen gehört die Lasik zu den weltweit am häufigsten durchgeführten Eingriffen in der refraktiven Chirurgie. Im Laufe dieser Zeit wurde die klassische Lasik-Methode weiterentwickelt um das “Augenlasern” noch sicherer und präziser zu machen. Welches Lasikverfahren für wen am besten geeignet ist, hängt ganz individuell von der Fehlsichtigkeit, der Dioptrienstärke, der Hornhautdicke und den persönlichen Präferenzen und Erwartungen des Patienten ab.

Folgende Lasik-Verfahren werden durchgeführt:

Lasik

Lasik-OP

Bei der klassischen Lasik wird vor dem eigentlichen “Lasern” die oberste Schicht der Hornhaut geöffnet. Mit Hilfe eines Mikrokeratoms (Präzisionsmesser) erfolgt ein sauberer Schnitt, durch den der so genannte Hornhautflap erzeugt wird, welcher im Anschluss an die Laserbehandlung wieder zugeklappt wird. Der hochmoderne Excimer-Laser trägt jetzt einen winzigen Teil des Hornhautgewebes ab, um die Fehlsichtigkeit des Patienten zu korrigieren. Nach erfolgreichem Eingriff wird der Flap auf die Hornhaut zurückgeklappt und fungiert als Wundverband für das Auge. Die Lasik-Behandlung ist schmerzfrei und die gewünschte Sehkraft ist in der Regel am nächsten Tag erreicht.

Femto-Lasik

Femto-Lasik

Die Femto-Lasik Methode oder auch Intralasik oder Premium-Lasik genannt, stellt die Weiterentwicklung und somit die moderne Form der klassischen Lasik dar.
Bei diesem Verfahren wird der Flap (Hornhautdeckel) nicht mit dem Mikrokeratom, sondern mit dem sehr schnell arbeitenden Femtosekundenlaser erzeugt. Dabei gibt der Chirurg die individuellen Daten des Patienten in das Lasersystem ein und berechnet die Dimensionen des Flap. Durch mehrere Tausend aneinander gereihte Laserimpulse wird dann die oberste Schicht der Hornhaut geöffnet. Dank des Femotlasers ist das Ergebnis ein präziser, sauber geschnittener und stabiler Flap.

Wellenfront-Lasik:

Wavefront-Lasik

Die Wavefront-Lasik ist individuell auf den Patienten zugeschnitten und hat den Vorteil, dass auch Sehfehler höherer Ordnung behoben werden können. Dabei wird zunächst ein individuelles Abbild der Hornhaut angefertigt. Mit dem „Wellenfront“-Messgerät” wird die Brechkraft an über 200 verschiedenen Punkten gemessen und somit eine Art dreidimensionale Karte des Auges erstellt. Mit Hilfe dieser können auch Sehfehler höherer Ordnung korrigiert werden. Dazu gehören Blendungen, Halos und die eingeschränkte Sicht bei Nacht. Ob ein Patient solche Sehfehler hat, wird im Rahmen der Voruntersuchungen und der Wellenfont-Analyse festgestellt.

iLasik

iLasik

Die iLasik ist das modernste und präziseste Verfahren, welches sogar für Astronauten der NASA zugelassen ist. Dabei wird die Wellenfront-Technologie, mit Hilfe derer eventuell vorhandene Sehfehler höherer Ordnung korrigiert werden können, mit der Femto-Lasik kombiniert. Anstelle des Mikrokeratoms kommt für die Erstellung des Hornhautflaps der ultraschnelle Femtosekundenlaser zum Einsatz.

Lasek

Lasek

Für Patienten mit einer sehr dünnen Hornhaut kommt die LASEK-Variante in Frage. Bei diesem refraktiv-chirurgischen Eingriff wird kein Flap erstellt und kein Schnitt vorgenommen, da die Hornhautdicke dafür nicht ausreichend ist. Im Gegensatz dazu wird die Deckschicht der Hornhaut (Epithel) mit einer alkoholhaltigen Flüssigkeit abgelöst und zur Seite geschoben. Im Anschluss wird die Laserbehandlung durchgeführt und das Epithel wieder auf die Hornhaut zurückgeschoben. Generell wird die volle Sehfähigkeit etwas später als bei der Lasik erreicht. Zudem dauert der Wundheilungsprozess wesentlich länger als bei der Lasik oder Femto-Lasik, da sich das Epithel vollständig zurückbilden muss.

Monovision-Lasik

Für alterweitsichtige Patienten ist die Monovision-Lasik eine Möglichkeit, den Gebrauch einer Brille deutlich zu verringern. Dabei wird ein Auge für die Nähe und ein Auge für die Weite scharf gestellt, sodass auf eine Brille weitestgehend verzichtet werden kann. Nur bei sehr kleinen Texten oder beim Autofahren muss teilweise noch eine Brille getragen werden.
Voraussetzungen für den Erfolg der Monovision-Lasik ist ein optimales Zusammenspiel der Augen. Dies wird vor dem Eingriff zum Beispiel durch Tragen von Kontaktlinsen simuliert.

Vorteile von Lasik:

  • Das Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen ist nicht mehr nötig
  • Großer Erfahrungsschatz aufgrund von über 30 Millionen Eingriffen
  • Sehr geringe Komplikationsrate
  • keine Schmerzen während der OP
  • Schnelle Wiedererlangung der vollen Sehfähigkeit
  • Arbeitsfähig nach ca. 2 Tagen
  • Sehr geringes Infektionsrisiko