Welche Augenlaser-Verfahren gibt es?
Augenlasern

Welche Augenlaser-Methoden gibt es?

Um Fehlsichtigkeit bei Brillenträgern wie Weit- und Kurzsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung erfolgreich zu korrigieren, wird seit mehr als zwanzig Jahren, mit fast 32 Millionen OPs, die Lasik-OP (Laser-in-situ-Keratomileusis) angewendet. Welche Augenlaser-Methode im Einzelfall optimal ist, hängt von der individuellen Fehlsichtigkeit, der Hornhautdicke sowie der Dioptrienstärke und persönlichen Erwartungen wie auch Präferenzen der jeweiligen Patienten ab.

Eine Lasik bringt für Brillenträger diverse Vorteile:

  • Kontaktlinsen oder Brille werden nicht mehr benötigt
  • Die Laser-Verfahren blicken bereits auf mehr als 30 Millionen erfolgreiche OPs zurück
  • Während des Eingriffs keine Schmerzen
  • Äußerst geringe Komplikationsrate
  • Die vollständige Sehfähigkeit ist schnell wiedererlangt
  • Geringe Gefahr von Infektionen
  • Nach etwa 2 Tagen wieder arbeitsfähig.

Welche Augenlaser-Methoden gibt es ?

Lasik-OPDie klassische Lasik:

Bei einer Augen-OP mit Lasik-Methode wird im Vorfeld des ‚Augenlaserns‘ die oberste Honhautschicht geöffnet. Der Chirurg führt dabei mithilfe eines Präzisionsmessers (Mikrokeratom) einen exakten Schnitt durch, bei dem ein ‚Hornhaut-Flap‘ (Hornhautdeckel) erzeugt wird.

Nachdem der ‚Flap‘ geöffnet wurde, trägt der innovative Excimer-Laser einen minimalen Bereich des Gewebes ab, wodurch sich die Fehlsichtigkeit der Patienten korrigieren lässt. Der ‚Flap‘ wird nach erfolgreicher OP auf den Hornhautbereich zurückgeklappt und dient dem behandelten Auge als Wundverband. Die Lasikbehandlung ist für die Patienten schmerzfrei. Die angestrebte Sehkraft ist normalerweise nach 24 Stunden erreicht.

Femto-Lasik:

Das Femto-Lasik-Verfahren (Premium-Lasik oder Intralasik) ist eine Weiterentwicklung beziehungsweise Innovation der traditionellen Lasik. Bei dieser Methode wird der Hornhautdeckel (Flap) nicht durch ein Mikrokeratom, sondern mithilfe eines äußerst schnellen Femtosekunden-Lasers erzeugt.

Dafür werden die individuellen Patientendaten in das System des Lasers eingegeben, sodass der Chirurg die Abmaße des ‚Flaps‘ berechnen kann. Etliche Tausend direkt aufeinanderfolgende Laserimpulse können nun die oberste Hornhautschicht öffnen. Durch den innovativen Femtolaser ergibt sich ein höchst präziser, stabiler und exakt geschnittener Flap.

Wellenfront-Lasik:

Das Verfahren der Wavefront-Lasik ist auf die einzelnen Patienten individuell zugeschnitten, sodass selbst eine Fehlsichtigkeit höheren Niveaus korrigiert werden kann. Bei dieser Lasermethode wird vorab ein exaktes Abbild von der Hornhaut des Patienten erstellt.

Hierbei misst das ‚Wellenfront-Messgerät‘ an mehr als 200 unterschiedlichen Punkten die Brechkraft und fertigt vom Auge eine dreidimensionale Karte an. Somit können auch höhere Fehlsichtigkeiten wie beispielsweise Halos, Blendungen und eingeschränkte Nachtsicht ausgeglichen werden. Ob bei dem jeweiligen Patienten derartige Sehfehler vorliegen, ergeben die umfassenden Voruntersuchungen im Rahmen einer Wellenfront-Analyse.

iLasik:

iLasik

iLasik

Das Verfahren der iLasik gilt als präziseste und innovativstes Methode, das selbst von der NASA für Astronauten zugelassen ist. Die Wellenfront-Technologie wird hierbei mit dem Femto-Lasik-Verfahren kombiniert. Anstatt eines Mikrokeratoms zur Erstellung des ‚Flaps‘ wird der ultraschnelle Femtosekunden-Laser eingesetzt.

Lasek:

Besitzen die Patienten eine äußerst dünne Hornhaut, kann das Lasek-Verfahren genutzt werden. Bei dieser refraktiv-chirurgischen OP ist, aufgrund der geringeren Hornhautdicke kein Schnitt und somit kein ‚Flap‘ möglich. Deshalb wird das Epithel (Hornhaut-Deckschicht) durch eine alkoholhaltige Flüssigkeit gelöst und an die Seite verschoben.

Anschließend wird das Auge gelasert und die Hornhaut-Deckschicht zurückgeschoben. Die Patienten erreichen das Optimum ihrer Sehkraft im Vergleich zu den Lasik-Verfahren später. Des Weiteren benötigt der Heilungsprozess deutlich länger, als bei Anwendung der Femto-Lasik oder Lasik; das Epithel muss sich erst komplett zurückbilden.

Monovision-Lasik:

Bei Brillenträgern/-innen, die von Altersweitsichtigkeit betroffen sind, kann durch Anwendung der Monovision-Lasik die Brille wesentlich öfter im Etui bleiben. Das Verfahren stellt ein Auge auf Weite und das andere auf Nähe scharf. Um die Monovision-Lasik erfolgreich durchzuführen, wird das optimale Zusammenspiel beider Augen benötigt.