Katarakt (Grauer Star)

Unter dem “Grauen Star” versteht man die Einschränkung der Sehfähigkeit aufgrund einer Linsentrübung. Bei dieser zumeist ab dem 60. Lebensjahr auftretenden Fehlsichtigkeit hat man das Gefühl, als würde man durch einen grauen Schleier schauen, der sich immer weiter verdichtet. Desweiteren verstärkt sich auch die Blendungsempfindlichkeit. Katarakt ist im Regelfall altersbedingt und trägt daher auch den Namen “Grauer Altersstar”.
Die Ursache für die Linsentrübung kann nicht eindeutig bestimmt werden; man geht jedoch davon aus, dass sie mit einem verlangsamten Stoffwechsel zu tun hat. Durch den refraktiv-chirugischen Eingriff einer Linsenimplantation kann diese Augenerkrankung behoben werden. Als Linsenersatz werden immer häufiger die modernen Multifokallinsen verwendet.

Glaukom (Grüner Star)

Das Glaukom, auch als Grüner Star bezeichnet, ist der Überbegriff für eine Vielzahl von Augenerkrankungen, die die Netzhaut (Retina) und den Sehnerv schädigen. Ein zu hoher Augeninnendruck ist die Hauptursache für den, insbesondere im hohen Alter auftretenden, grünen Star. Wird das Glaukom nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, können Gesichtsfeldaufsälle und Erblindung die Folgen sein. Das Auge hat oft nur noch ein begrenztes Sichtfeld, was eine hohe Einschränkung des Sehvermögens darstellt. Die Zahl der an grünem Star erkrankten Menschen wird in Deutschland auf etwa 1 Millionen geschätzt, wobei sich jedoch viele dessen gar nicht bewusst sind. Die Wahrscheinlichkeit für das Glaukom steigt mit zunehmendem Alter an, sodass ab dem 75. Lebensjahr die Häufigkeit bei circa 10% liegt. Wird der grüne Star frühzeitig erkannt und diagnostiziert, kann er erfolgreich behandelt werden.

Keratokonus

Der Keratokonus ist eine vererbte Erkrankung der Hornhaut des Auges. Kennzeichnend für diese Augenkrankheit ist eine starke Wölbung und Verdünnung der Hornhaut. Aus dieser Formveränderung resultiert ein zunehmender Sehfehler, der bei einigen Patienten weiter fortschreitet und bei anderen wieder zum Stillstand kommt. Symptome für Keratokonus sind oft Kurzsichtigkeit, die durch die Hornhautwölbung entsteht, und Astigmatimus. Neben begrenzter Fernsicht kann der Patient aufgrund der Hornhautverkrümmung Objekte nur noch verzerrt und unscharf wahrnehmen. Charakteristisch sind zudem auch Mehrfachsehungen, Lichtempfindlichkeit und gerötete Augen. Eine erfolgreiche Behandlung von Keratokonus ist im Rahmen der refraktiven Chirurgie möglich.